Sudan: Sozioökonomische Förderung gefährdeter Frauen im Bundesstaat Kassala

mit unserer Partnerorganisation SOS Sahel

Laut einem 2018 veröffentlichten Bericht über die humanitäre Not im Sudan sind 158‘000 Menschen in Kassala auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Beja-Gemeinschaften gehören zu den am stärksten ausgegrenzten und isolierten Gruppen in Ostafrika. Innerhalb dieser konservativen Gesellschaft müssen sich die Frauen neben einem sehr hohen Mass an Armut zusätzlich weiteren wichtigen Benachteiligung stellen, wie z.B. dem eingeschränkten Zugang zu Möglichkeiten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, oder zu essentiellen Lebensgrundlagen wie Gesundheit und Bildung.

Unser Partner SOS SAHEL entwickelte ein Projekt, das der Förderung und Stärkung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Position der Frauen in der ländlichen Umgebung von Kassala dient. Das Projekt ist auf 320 Frauen in acht Dörfern in Kassala ausgerichtet. Der Schwerpunkt ist dabei auf intern vertriebene und gefährdete Frauen mit Kindern ausgelegt.

Die Mission von SOS SAHEL Sudan ist es, Frauen und Männer im Sudan dabei zu unterstützen, ihre Rechte, Potentiale und Lebensgrundlagen zu verbessern. Unser Hilfswerk KINDER IN NOT unterstützt dieses Projekt finanziell.

Die Projektlaufzeit ist auf 18 Monate, ab Ende 2019, und mit einem Gesamtbudget von Euro 100‘000 ausgelegt. Zu den Aktivitäten zählen:

  • die Ausbildung der Frauen in Organisation, Management und den Grundprinzipien der Buchhaltung;
  • die Unterstützung von Frauengruppen bei der Ausarbeitung von Statuten, der formellen Registrierung, der Schaffung von einkommensgenerierenden Tätigkeiten;
  • die Begleitung zu Treffen der (Frauen-) Vereine mit den Regierungsbehörden.

Folgende Ergebnisse werden erwartet:

  • die Frauen erwerben Fähigkeiten und gewinnen Selbstvertrauen, um ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln;
  • sie erzielen ein zusätzliches Einkommen;
  • ihr Zugang zu Finanzleistungen verbessert sich;
  • die Frauen lernen für ihre Rechte einzustehen.

Das Projektteam beobachtet das Projekt in Zusammenarbeit mit den Gemeindeverantwortlichen und den lokalen Regierungsbehörden genau. Es werden vierteljährliche Treffen zur Bewertung des Fortschrittes und zur Ermöglichung angemessener Anpassungen organisiert.